20 Nov 2017

Home > Medizin > Ketogene Ernährung – Diät gegen Krebs ?

Tumorzellen vermehren sich mithilfe von Zucker, die ihn gewissermaßen als Treibstoff nutzen. Im Gegensatz zu gesunden Zellen gewinnen sie aus Kohlenhydraten ihre Energie, ohne dafür Mitochondrien zu benötigen, was ihre schnelle Vermehrung begünstigt. Andererseits kann dieser Umstand jedoch auch gegen sie eingesetzt werden. Eine kohlenhydrat-arme Ernährung könnte den Tumorzellen die Grundlage ihres Wachstums entziehen. Deswegen wird die ketogene Diät vielen Krebspatienten von ihren Onkologen geraten. Sie beinhaltet nicht nur den Verzicht auf Süßigkeiten, sondern auch auf stärkehaltige Nahrungsmittel wie Brot, Kartoffeln, Reis oder Nudeln. Ersetzt werden diese durch Lebensmittel, die viel Fett und Eiweiß enthalten. Gerade Fleisch und Milchprodukte, aber auch Nüsse und Hülsenfrüchte sind für eine kohlenhydratarme Ernährung geeignet.

Allerdings gibt es durchaus Wissenschaftler, die einer ketogenen Diät für Krebspatienten kritisch gegenüber eingestellt sind. Derzeit fehlen noch aussagekräftige Studien darüber, ob eine kohlehydratarme Ernährung Krebs lindern oder verhindern kann. Allerdings weisen erste Versuche in diese Richtung, so dass viele Onkologen mit einer Bestätigung der Ernährungsumstellung als wirkungsvolle Therapie rechnen. Bis dies so ist, raten jedoch viel Ärzte von ketogenen Diäten ab. Wichtiger sei eine ausgewogene und gesunde Ernährung, die dem Körper alle Vitamine, Mineralien und genügend Energie zuführe. Allerdings ist es durchaus auch möglich, sich innerhalb einer kohlenhydratarmen Ernährungsweise ausgewogen zu ernähren. Nicht ohne Grund ist die ketogene Diät auch unter Bodybuildern und Diabetikern gefragt.

Als Bestandteile von gezielten Ernährungstrategien gegen Krebszellen gelten übrigens auch milchsäurehaltige Lebensmittel. Milchsäure kann nämlich von normalen Zellen in Energie umgewandelt werden, für Tumorzellen gilt dies nicht. Diese vergären Zucker zu Milchsäure und gewinnen so ihre Energie. Zusätzlich empfehlen viele Ernährungswissenschaftler eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D. Ein ausreichend hoher Spiegel des Vitamins soll gerade Tumorbildungen im Magen-Darm-Trakt, sowie in Brust und Prostata verhindern können. Ähnliches gilt für Zink, das mitverantwortlich für eine fehlerfreie Reproduktion der DNA ist und so verhindern kann, dass Zellen zu Krebszellen werden.

Personal Training München Autor: Tarek Ayad
Tarek ist Sportwissenschaftler (TU München), Ernährungs-Coach und Fitnessberater (Personal Trainer), Berater für betriebliche Gesundheitsförderung, Diplomsportlehrer, Teilnehmer an der Olympiade 2000 in Sydney in der Disziplin Judo, Lehrbeauftragter der TU München für Inlineskating und betreibt ein Personal-Training Studio in München.

Kategorie: Medizin

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