20 Nov 2017

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Der angespannten Wirtschaftslage zum Trotz expandiert die deutsche Messewirtschaft weiter – so das Resumee des Ausstellungs- und Messe-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft (AUMA), der Anfang Juni 2013 seine Zahlen für das Geschäftsjahr 2012 vorstellte. Insgesamt verbuchten deutsche Messegesellschaften 2012 einen Umsatz von 3,3 Milliarden Euro. Die Zahl der Aussteller nahm im Vergleich zu 2011 um 2% zu, allein die regionalen Verbraucher- und Fachmessen in Deutschland zogen 50.000 Aussteller und über 6 Millionen Besucher an.

Am deutlichsten wuchs die Branche im internationalen Kontext, sowohl in der Präsenz internationaler Aussteller auf deutschen Messen als auch in Zahl und Umfang deutscher Auslandsmessen, die mittlerweile für 10% Prozent des Gesamtumsatzes der deutschen Messeveranstalter sorgen.  Die 160 überregionalen Messen in Deutschland empfingen 2012 rund zwei Prozent mehr Aussteller als im Vorjahr. Bei Ausstellungen mit internationaler Ausrichtung steht der Messestandort Deutschland nach wie vor unangefochten an erster Stelle – von den 140 weltweit wichtigsten Leitmessen finden 90 auf deutschem Boden statt. Am deutlichsten wuchs das Interesse von Ausstellern aus China und Japan, die um 11%bzw, 9% zulegten, und Anbietern aus Osteuropa.  Im Ausland ausgerichtet haben deutsche Messegesellschaften 2012 insgesamt 266 Messen, die rund 7,2 % mehr Aussteller anlockten als im Vorjahr.  Ganz vorn unter den Auslandsstandorte lag weiterhin China mit 1.660.000 m² Ausstellungsfläche, gefolgt von Russland mit 500.000 m², den grössten Zuwachs verzeichneten Indien (16,4%) und Russland (15,1%).

Hand in Hand geht diese positive Konjunktur mit einem steten Fluss an Innovationen in Messedesign und Messetechnik, durch die sich Messeteilnahmen zunehmend effektiver und kostengünstiger gestalten lassen. Logistiksoftware verbessert die Organisation beim Auf- und Abbau, Messestände werden durch den Einsatz neuartiger Materialien und modulare Stellwand Konzepte und zunehmend flexibler und transportabler, Multimedia-Anwendungen, digitale Beleuchtungstechniken und originelle 3D-Effekte werden interaktive Messekonzepte auch für kleinere Budgets immer erschwinglicher. Auch fachgeschultes Animationspersonal und professionelle Moderatoren werden deutlich häufiger eingesetzt als früher. Laut einer Umfrage der AUMA plant rund ein Viertel aller Aussteller, ihre Messebudgets künftig zu erhöhen, ein weiteres Drittel plant für die nächsten Jahre mit gleichbleibenden Budgets.

Quellen:

 

Kategorie: Wirtschaft

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